Gemeinnütziger Verein zur Förderung der Stadtteilkultur seit 2006

 


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Figurentheater Wolkenschieber

Es kam aus Übersee

Sonntag, 1. November 2009

 Na so ein Pech – oder war es auch Glück? Nachdem ein kleines Mädchen erfahren hatte, dass die Geschichte vom Figurentheater Wolkenschieber „So eine Schweinerei wegen Krankheit nicht aufgeführt werden kann, rief die Kleine: „Oh, die Schweinepolizei ist krank! Ja so ein Pech!

Doch das Glück war, dass die Kinder an diesem Sonntag nicht enttäuscht und ohne Geschichte wieder nach Hause geschickt werden mussten, denn das Figurentheater Wolkenschieber hatte noch ein „Einmann -Stück in petto, und der eine Mann, Marc Lowitz, war rechtzeitig wieder gesund geworden. Also wurde nun die Geschichte von Fremdsein und Freundschaft aufgeführt „Es kam aus Übersee:

Auf einer kleinen Insel vor der Küste steht ein Leuchtturm. Dort wohnt Mathiessen, der Leuchtturmwärter. Sein Leben ist nicht besonders aufregend, aber ganz gemütlich. Er mag seine Arbeit, denn sie erscheint ihm wichtig. Und jeden Tag hält er gespannt durch sein Fernrohr Ausschau nach Treibgut.

Nach einem großen Sturm wird  eines Tages  eine Kiste mit Luftlöchern angeschwemmt, eine Kiste aus Übersee - und es ändert sich einiges auf der kleinen Insel, denn „Hüpfer, ein eigenartiges kleines Rüsselwesen, kommt an und wird Mathiessens Freund.

Doch eines Tages erwacht trotz Freundschaft in „Hüpfer Heimweh, was der raue Seebär Mathiessen erst nicht wahrhaben will. Doch dann unterstützt er seinen kleinen Freund und bereitet ihn auf die weite Seereise nach Hause vor.

Gebannte Stille, als der Abschied kommt und „Hüpfer in See sticht - auf einem Floß aus Strandgut und seetüchtig von Windstärke null bis neun. Ob die gegensätzlichen Freunde sich jemals wieder sehen, bleibt der Phantasie der kleinen Zuschauer überlassen - 

Mit einer Mischung aus beschaulichen und turbulenten Szenen zog Marc Lowitz mit seiner Geschichte die kleinen und großen Zuschauer spürbar in seinen Bann und bewies dabei seine große Spielfreude.

Er stellte das behagliche Leben des Leuchtturmwärters dar, z. B. das Einzige, was Mathiessen manchmal ärgert: Die kreischende Möwe Lolita, die immer mal wieder einen „Klecks auf seinem Türfenster landet. Wenn der Leuchtturmwärter dann mit Lappen und Spucke den Möwenklecks wegwischt, dann quietscht es gehörig auf dem Fensterglas.

Es rauscht das Meer, die Brandung spült an den Strand der kleinen Insel oder heftige Stürme brausen über sie hinweg. Mit vollem Körpereinsatz zeigt Marc Lowitz, wie es Mensch, Tier, Baum und Blumen in so einem Orkan auf der kleinen Insel ergeht und die entsprechenden Geräusche stammen zur Freude der Kinder ausschließlich aus seinem Mund.

Dann wird es spannend, als „Hüpfer ankommt und sich das Leben auf der kleinen Insel verändert und zum Schluss wird es emotional, als der Abschied der beiden Freunde naht.

Marc Lowitz beherrschte das Spiel, die Dialoge und den Stimmenwechsel so gut, dass der Zuschauer ihn als Sprechenden trotz offener Spielweise kaum wahrnahm. Sein Spiel wurde von dem begeisterten Publikum mit tosendem Beifall belohnt.

 


Rapunzel

Sonntag, 27. September 2009

Zum zweiten Mal folgte die BühneBumm der Einladung von KulturMIX und spielte das Märchen Rapunzel für Kinder ab vier Jahren.

Die Geschichte: Es waren einmal ein Mädchen Rapunzel, eine Hexe und ein junger Prinz. Die Hexe hielt Rapunzel in einem hohen Turm ohne Türen und Treppen gefangen. "Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter", rief die Hexe, wenn sie zu Rapunzel in den Turm wollte. Ein junger Prinz wanderte durch den Wald, hörte Rapunzel’ s süße Musik, die sofort in sein Herz drang. Hinter einem Baum versteckt sah er, wie eine alte Frau an einem Zopf den Turm hinauf stieg und bemerkte Rapunzel mit ihrem zarten Gesicht und den wunderschönen Haaren. Von da an wünschte er nichts sehnlicher, als diesem Mädchen nahe zu sein, doch die Hexe wollte Rapunzel nicht hergeben.

Das Märchen Rapunzel erzählt von der Liebe: Rapunzel und der Prinz verlieben sich ineinander und stellen fest, dass die Liebe etwas ganz Besonderes ist; man kann sie nicht sehen, nicht schmecken und nicht anfassen. Und doch fallen ihnen, zusammen mit den Kindern unendlich viele Vergleiche ein, was die Liebe in ihnen bewirkt und wie sie sich anfühlt.

 Dieses Märchen wurde in einer liebevollen Inszenierung von Katrin Sagener und ihrer Partnerin lebhaft und mit viel Freude am Spiel dargestellt. Auf Zwischenrufe und Vorschläge der Kinder zum Ablauf des Geschehens gingen sie sofort ein und ließen sie an der Geschichte teilhaben. Und als der Prinz seine Prinzessin endlich heiraten konnte, wurde die ganze „Hochzeitsgesellschaft“ auf die Bühne zum Tanz eingeladen. Als Symbol für die Liebe bekam jedes Kind ein kleines, rotes, glitzerndes Herz.

Ganz erfüllt von dem eben Erlebten, gingen die Kinder an diesem wunderschönen Herbstsonntag nach Hause.


 

Winnie will woanders schlafen

1.März 2009

Endlich war es soweit – die Kinder aus Langenhorn und Umgebung konnten wieder phantasievolles Puppentheater bei KulturMIX erleben. Schon  im Vorverkauf waren fast alle Karten für diese Aufführung verkauft worden, die Familien „strömten“ am Sonntagnachmittag zum Lali und leider konnten nicht alle, die noch keine Eintrittskarte hatten, eingelassen werden, denn es war „proppevoll“.

Die Geschichte: Winnie, der kleine Hase, ist gern bei Tante Vera zu Besuch. Dort hat er ein eigenes Bett ganz für sich allein. Doch diesmal fühlt er sich schrecklich einsam ohne seine Geschwister; er will lieber bei einem seiner Freunde übernachten. So besucht er Eichhörnchen, das jedoch mitten in der Nacht Nüsse knackt, bei Stinktier riecht es so sehr, dass man keine Luft mehr kriegt, Igels Bett kann man nur mit Stacheln im Po wieder verlassen und Bär schnarcht so laut, dass man meint, es gibt ein Gewitter. Winnie zieht von einem zum anderen - bis er schließlich den richtigen Schlafplatz findet...sein eigenes gemütliches Bett bei Tante Vera!

 Diese Geschichte wurde frei nach Motiven aus dem gleichnamigen Bilderbuch von Carol Roth und Valeri Gorbatschow dramatisiert, die reizenden Figuren sichtbar von der Spielerin Claudia Röders geführt, die die Rolle der "Tante Vera" einnahm.

Claudia Röders gelang es, die vor Beginn des Stückes sehr aufgeregten und entsprechend unruhigen kleinen Zuschauer mit ihrem Spiel so zu faszinieren, dass sie bis zum Schluss ganz bei der Sache waren. Zum Abschied durften die Kinder dann den kleinen Hasen am Ausgang streicheln.

                                           

 


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