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Die Old Merry Tale Jazzband
29. Oktober
2010

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Da
war mancher erstaunt darüber, dass die Old Merry Tale Jazzband (OMTJ)
tatsächlich in Langenhorn auf den Brettern des LaLi auftreten sollte,
„dass die das geschafft haben“ war öfter zu hören. Ja, wir haben es
geschafft, und ganz ehrlich, es war gar nicht sooo schwer, Addi Münster
und seine Band zu einem Gastspiel in Langenhorn zu überreden.
Jazz und Blues sind
in Langenhorn beliebt, entsprechende Konzerte im LaLi für uns als
Veranstalter eine fast „sichere Sache“, denn sie werden
meistens gut besucht. So auch an diesem 29. Oktober. Das LaLi war
rappelvoll, als die Old Merry Tale Jazzband, einst die bekannteste und
berühmteste Jazzband Deutschlands, auf die Bühne ging. Das Publikum
gehörte überwiegend der Generation an, deren „beste Jahre“ von der Musik
der OMTJ begleitet wurden. Doch Vertreter der jüngeren Generation waren
natürlich auch vertreten –
Nach ersten lokalen
Erfolgen in den 60er Jahren unter ihrem damaligen musikalischen Leiter
Gerhard Vohwinkel wurde die OMTJ schnell berühmt. Sie entwickelte von
Anfang an einen eigenen, unverwechselbaren Sound, ohne ihre großen
amerikanischen und englischen Vorbilder bis ins Detail zu kopieren. Sie
spielte auch einige deutsche Titel, die in den Hitparaden landeten, z.
B. "Am Sonntag will mein Süßer mit mir Segeln gehen".
Die OMTJ in ihrer
heutigen (z.T. auch wechselnden) Formation wird von Jost (Addi) Münster
geführt. |
Er
hat die Gruppe 1984 neu formiert, zum Teil auch verjüngt,
denn neben den „Originalen“ Jost Münster und Gerhard Vohwinkel
verstärken auch einige junge
Musiker aus der
Hamburger Jazzszene die Formation und halten sie lebendig. So sind
Musiker verschiedener Generationen in dieser Band vereint, die vor
allem das Interesse und der Spaß an traditioneller Jazzmusik verbindet.
An diesem Abend waren
Gerhard Vohwinkel und Melf Hollmer an den Trompeten, Hans-Malte Witte
spielte Saxophon und Klarinette, Jost Münster Posaune und Lorenz Boesche
war am Klavier, David Bowler war am Schlagzeug zu hören, Jürgen
Hintsche spielte das Banjo, Gerald Bartels den Bass und als
Überraschungsgast war die Sängerin Claudia Wauschke dabei.
Das Repertoire und
die Arrangements räumen den einzelnen Musikern große Freiheiten ein,
auch eigene musikalische und stilistische Vorlieben einzubringen und
auszuleben und es ist bei der OMTJ sozusagen ein „ungeschriebenes
Gesetz“, dass in den Konzerten möglichst jeder
Musiker
auch einen Song selbst vorträgt.
Auf der Bühne wirkte
die Band sehr vertraut miteinander, man nahm ihr ab, dass das Programm
spontan gestaltet wird und nicht bei jedem Konzert nach dem gleichen
Muster abläuft. Die Moderation von Addi Münster unterstrich diesen
Eindruck; er erzählte einfach in den Musikpausen von der Band und
Begebenheiten, die die Musiker mit „ihren“ Songs verbindet, es kamen
Sätze wie „mal sehen, ob wir das jetzt hinkriegen“. Er vermittelte fast
einen familiären Charakter.
Es war ein schöner
Abend.
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Das Duoprogramm von Bidla Buh
„Die Männer
sind schon die Liebe wert“
24. September
2010
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Nach vier Jahren Pause waren sie am 24. September 2010 wieder bei
Kultur
MIX
in Langenhorn: Bidla Buh (übersetzt „knackige Jungs“), dieses
Mal mit ihrem Duo - Programm „die Männer sind schon die Liebe
wert“. Auch diese Show der beiden Hamburger Jungs bot
Musik-Comedy der Spitzenklasse.
Das
Bidla Buh Duo
sind:
Hans Torge Bollert,
der Temperamentvolle, seine Conférence charmant,
seine Trompete mal gestopft mal ohne Dämpfe, sein Gesang mit viel
Schmelz in der Stimme, seine gepfiffenen Interpre-tationen berühmter
Opernklassiker beein-druckend - und
Olaf Klindtwort
(der Professor) an der Akustik-Gitarre und beim Refraingesang. Er
punktete bei den Damen mit elegantem Charme: „trifft Dich mein
Blick, fällst Du direkt ins Glück“- wer da nicht schwach wird …
Von der ersten Minute an war an diesem Abend der Kontakt der
beiden Künstler zum Publikum intensiv: „was wollt Ihr hören? Are you
ready to
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rock’n roll?“ und erst nach einem akustisch einwandfreien „yeah“ aus
dem Saal legten sie los mit dem plattdeutschen „Rund um de Klock“
und trafen sofort den Nerv der Zuschauer(Hörer). In keiner Sekunde
kam Langeweile auf, immer wieder kam Hans Torge von der Bühne
herunter zum Publikum, musikalisch befragte er die Damen „hast Du
schon mal im Dunkeln geküsst“ oder stellte fest „ich hab noch einen
kleinen blauen Fleck von Dir“. Er ließ den „KulturMIX Chor“
Stimmübungen machen, lobte die wunderbare Akustik des LaLi - das
Publikum beteiligte sich mit Freude und erstaunlich textsicher am
Programm, war begeistert, als einige Damen für ein Potpourri mit
Schlaginstrumenten ausgestattet wurden, um u. A. „kein Schwein ruft
mich an“ geräuschvoll zu begleiteten. Die Damen übernahmen ihren
Part gerne, rhythmisch absolut einwandfrei, mal temperamentvoll, mal
einfühlsam…
Mit Virtuosität, Stilvielfalt und Humor bereiteten die „knackigen
Jungs“ dem Langenhorner Publikum einen unterhaltsamen und vergnügten
Abend voller witziger Einfälle.
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„Wi mookt
allens platt“
Döntjes, Musik und
Schnackerei
mit Henning Köthe, Gerd
Spiekermann und
Werner Momsen
26. März 2010
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Ja, das war mal eine ganz andere Programmmischung, dargebo ten
von guten alten Bekannten: Puppenspieler Detlef Wutschik alias
Werner Momsen, Tenor und Pianist Henning Köthe und Gerd Spiekermann,
dessen Name ja für beliebte plattdeutsche Unterhaltung steht und der in
Langenhorn sozusagen ein „Selbstgänger“ ist.
Ein niederdeutscher Heimatabend mit Verwechs-lungen stand auf dem
Programm. Gastgeber Werner Momsen erwartet den „Plattdütsch-Verteller“
Gerd Spiekermann, zunächst vergeblich, denn der steckt im Stau. Da d as Publikum ja unterhalten werden muss, vermittelt eine Agentur
als „Ersatz“ Fiete vom Shantychor „Lütt un Lütt“. Klassisch in
„Frack und Lack“ gekleidet, erscheint jedoch der Sänger und Pianist Henning Köthe - ganz offenbar eine Verwechslung. Als er seinen wunderbarer
Tenor mit dem Ave Maria erklingen lässt, sorgt dies beim Publikum
für Erstaunen und bei Herrn Momsen für Unmut, denn es soll
schließlich ein lustiger Abend werden und keine Beerdigung. Der
Sänger versteht die Welt nicht mehr, als er immer wieder barsch
unterbrochen und aufgefordert wird, etwas Heiteres vorzutragen, hat
er sich doch auf einen klassischen Musikvortrag vorbereitet und gibt
wirklich sein Bestes. |
Als
Werner Momsen schließlich ein paar Notenbücher mit Seemannsliedern
und Shantys herbei schleppt, beweist der Musiker jedoch
sein vielseitiges Talent, nach kurzer Vorbereitungszeit lässt
Henning Köthe dann die Musik erklingen, die alle hören wollen und
das Publikum kann sogar mitsingen.
Gerd
Spiekermann war dann natürlich doch noch mit von der Partie und
bereicherte das Programm mit seinen altbe-kannten Döntjes in
gewohnter, unterhaltsamer Art. Wie kein Anderer versteht er es, sein
Publikum mit ganz banalen Alltagsgeschichten anzusprechen und zu
fa szinieren.
Ja und Herr Momsen hatte natürlich auch
seinen Part beizusteuern und ergänzte das Programm mit allerlei
Schnackerei und schlauen
Sprüchen zu den verschiedensten Begebenheiten aus dem
täglichen Leben.
Ein grotesk-satirisch plattdeutscher Abend mit komischen Szenen,
deftigen Döntjes, und mit Henning Köthe auch einem großen
musikalischen Talent. |
„Da kann man nicht meckern“
Kabarett von und mit Jens Heidtmann
28. Februar 2010
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Mit
seiner Aufführung „Da kann man nicht meckern“ verbindet Jens Heidtmann,
Schauspieler, Kabarettist und Puppenspieler, Theater und Kabarett
geschickt miteinander zu einem Programm der besonderen Art, in dem er
und seine Puppen interessante Geschichten erzählen lässt.
Mittelpunkt des Programms ist Wilfried Putensen, Ein-Euro-Kulturkraft
der „Gemeinde „Blökensen“ an der Hupe“. Ihm wurde die
Aufgabe
übertragen, den Tourismus des Ortes wieder anzukurbeln, eine Aufgabe,
die ihm offenbar nicht gerade „im Blut“ liegt. Die entsprechenden
Werbetexte werden von ihm unbeholfen vorgetragen, eintönig schildert er
die Schönheiten des Ortes, ergänzt von nervigen „Werbespots“ und Nennung
diverser „Sponsoren“.
Der
Einsatz seiner Puppen und ihrer skurrilen Charaktere diente Jens
Heidtmann in den zu seinem Programm gehörenden Szenen zu gewollt
überzeichneten Begebenheiten aus dem Alltag. Da sinnierte der „Vogel im
Käfig“ darüber, wie es ist, wenn man den Boden unter den Füßen verliert
und „in der Luft hängt“ oder ein
Altenheimbewohner
philosophiert über die Frauendichte im Altenheim und seine tägliche
sportliche Betätigung als Raucher, der wegen des Rauchverbotes ständig
vom dritten Stock ins Freie laufen muss, obwohl „das Rauchen das
Rentenproblem lösen könnte“. |
Bösartig
wurde es in einem Gespräch zwischen zwei „arisch-weißen“ Kaninchen der
Rasse „Versuchskaninchen“ in einer Zoohandlung, humorvoll ein typisches
Männergespräch „Wie is?“ oder die Szene mit einem Hundebesitzer, der das
Problem „Gassigehen“ auf seine ganz spezielle Art löst: Durch das
geöffnete Fenster gibt er „Waldi“
seine „Anweisungen“ nachdem dieser mittels Klingelzeichen eines
Passanten und Betätigung des Türöffners ins Freie und später auch wieder
ins Haus zurück gelangt. Er selbst nutzt die Zeit, zu allerlei
Äußerungen zum Thema Ärzte, Gesundheit und dem Vorteil von regelmäßiger
körperlicher Betätigung.
Die
verschiedenen Puppen sind unverzichtbarere Bestandteile des
Soloprogramms von Jens Heidtmann. Mit ihnen gelingt es ihm,
verschiedene Rollen mit ganz eigenen, unverwechselbaren Charakteren zu
besetzen, die zu eigenständigen Bühnenpartnern geworden sind.
Jens
Heidtmann: „Am meisten liebe ich meine Puppen, wenn sie, wie z.B. Willi,
der knurrige alte Herr, Meinungen vertreten, die ich selber gar nicht
teile und sie mich hin und wieder selber mit irgendwelchen Sprüchen
überraschen.“
Ein
abwechslungsreiches, kurzweiliges Programm, in dem die Pointen
treffsicher eingebaut waren. |
8 to the Bar
Boogie Woogie,
Blues und Oldies
22.
Januar 2010
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Die
„fröhliche Hamburger Kapelle 8 to the Bar“ spielte sich an diesem 22. Januar
auch in die Herzen des Langenhorner Publikums!
Fast jeder,
der sich für Boogie-Woogie interessiert, kennt natürlich die Musiker von "8
to the Bar", denn in Hamburg spielten sie bereits auf allen Straßen und
Plätzen, auf großen und kleinen Bühnen, auf Festivals, Straßenfesten etc. doch -
man kann es kaum glauben - in Langenhorn war dieses gut gelaunte Trio bisher
noch nicht.
8 to the
Bar
– das sind Günther Brackmann am Piano, Arne Wessel am Kontrabass und Claas Vogt,
Gitarre und Gesang.
In der
Tradition der berühmten Hamburger Szene der früher 70er Jahre verbinden 8 to
the Bar viele musikalische Stile zu ihrer ganz eigenen, swingenden Mischung.
Die drei Musiker präsentieren
Ihre Musik, die
ihnen sozusagen in „Fleisch und Blut“ liegt, locker und lässig, ihr Musikvortrag
war geprägt von swingender Leichtigkeit und Improvisationstalent. Ihre
Freude an der Musik übertrug sich wie von selbst auf die Zuhörer, über
zweieinhalb Stunden lang wurden die Anwesenden von der Show geradezu
mitgerissen.
Das Publikum
begleitete die Rhythmen von "8 to the Bar" zunächst wippend und
klatschend vom Platz aus, doch irgendwann hielt es Viele dann doch nicht mehr
auf ihren Stühlen – zu Swingtiteln und Evergreens wie „I’m the Boogie man“- „Oh
let the row“ und „Rock around the clock“ musste einfach getanzt werden. Die
Begeisterung im LaLi war groß, die Stimmung wieder mal bestens.
Übrigens:
8 to the Bar ist die alte Bezeichnung für Boogie-Woogie, die den
Boogie-Rhythmus beschreibt - und heißt übersetzt "8 Schläge pro Takt".
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Lokal-Anzeiger
für Langenhorn
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