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Gemeinnütziger Verein zur Förderung der Stadtteilkultur seit 2006
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| Appeltown Washboard Worms
Boogie Woogie Skiffle-Rock 12. Dezember 2009 Die „Appeltown Washboard Worms“, Spitzenband der deutschen Skiffleszene, begeisterte am 12. Dezember auch das Langenhorner Publikum mit ihrer Boogie Woogie-Skiffle-Show. Vor fast 30 Jahren begann die Band mit traditioneller Skiffle-Musik der 50er Jahre in dem kleinen Dorf Appel in der Nordheide, und auch heute präsentiert das einzige noch aktive Gründungsmitglied in der Band (Wolfgang Hilke) die Musik „Lonnie Donegans“. Doch inzwischen wurde der Musikstil (SKIFFLE-ROCK) der Appeltown Washboard Worms von neu hinzugekommenen Musikern geprägt. Das Zusammenspiel von jungen und älteren Musikern ergibt eine rasante Bühnenshow der Spitzenklasse, bei der Musiker und Publikum gleichermaßen ihre Freude haben. Die Boogie-Woogie-Skiffle-Session wurde von den fünf Musikern der Appeltown Washboard Worms an diesem Abend mit ungebändigter Spielfreude, Tempo und Temperament präsentiert und sorgte für beste Stimmung im LaLi. Da wimmerte die E-Gitarre (Finn Olaf Walter), da rockte der Banjo-Spieler (Carsten Meins) gekonnt begleitet vom jüngsten Waschbrett- und Kochtopfspieler Europas (Norman Lockschen), unterstützt von A-Gitarre (Wolfgang Hilke) und abgerundet von dem eleganten Spiel eines Pianisten der Extraklasse (Michael Rausch). Zudem bewiesen die Herren auch ihr Talent als Sänger und Entertainer. Mit amüsanten Anmerkungen und witzigen Frotzeleien waren sie „nah am Publikum“, welches sie begeistert feierte. Das Programm enthielt filigrane Bluegrassstücke, Country-Balladen, rockige Oldies, „groovende“ Boogie-Nummern und natürlich fetzige Skiffle-Stücke der 50er und 60er Jahre. Soloeinlagen des Pianisten wurden vom Publikum ebenso mit viel Beifall belohnt wie die virtuosen Solodarbietungen des Waschbrett – und Kochtopfspielers. Es war ein tolles Konzert und ein großer Spaß fürs Publikum.
„Wi hebbt dat jo!” Ines Barber
30. Oktober 2009
An diesem Abend las Ines Barber aus ihrem Buch: „Wi hebbt dat jo!” Es waren heitere Geschichten, in denen sie viel von sich selbst preisgab. Der chaotisch anmutende Alltag der alleinerziehenden Mutter von zwei pubertierenden Kindern hält sie offensichtlich auf Trab und sorgt immer wieder für Erzählstoff zum Schmunzeln. Außerdem kämpfte sie in ihren Plaudereien mit dem Mythos von der angeblich so zufriedenen Generation über 50. Ines Barber bot also insgesamt unterhaltsame, humorvolle Blicke auf das Leben von Heute, also genau das, was die Zuhörer von diesem plattdeutschen Erzählabend erwartet hatten. Doch leider gelang es Frau Barber nicht uneingeschränkt, ihre Geschichten so „rüber” zu bringen, wie das Publikum es aus dem Hörfunk gewohnt ist. Allzu oft ging das Temperament mit der Erzählerin durch, sodass die Zuhörer dem „Erzählfluss” nicht schnell genug folgen und daher auch nicht alles verstehen konnten. Das war schade.
Weltstar auf der Bühne des LaLi
Gorbatschow und Freund 26. September 2009 Mit einem ganz besonderen kammermusikalischen Konzert wurde die KulturMIX-Saison 2009/2010 am 26. September eröffnet. Der weltbeste Balalaikaspieler, Professor Andreij Gorbatschow, gastierte zusammen mit seinem Klavierbegleiter Lothar Freund im LaLi. Sie präsentieren ein atemberaubendes Klangfest mit einer unvorstellbaren Virtuosität und Spielfreude, die das Publikum zugleich überraschte, begeisterte und verzauberte. Auf den nur zwei Instrumenten wurde ein überwältigendes Klangvolumen hervorgebracht, sodass man meinen konnte, ein ganzes Orchester agierte. Der Auftritt von Professor Gorbatschow glich einem körperlich anstrengenden Hochleistungssport, seine Spielweise war kraftvoll, gefühlvoll und äußerst intensiv. In unglaublichem Tempo spielte er mit größter Präzision und Leichtigkeit auf dem gitarrenähnlichen Instrument, welches heute zu den klassischen Konzertinstrumenten Russlands gehört. Die langläufigen Vorstellungen über Balalaika-Musik, unter der sich viele Menschen „nur Volksmusik“ vorstellen, müssen nach dieser Darbietung sicher revidiert werden, denn das Konzertrepertoire setzte sich aus allen Stilepochen der klassischen Musik zusammen. Gespielt wurden Konzert-Phantasien aus der Gershwin-Oper "Porgy and Bess", spanische Klänge aus der Oper Carmen und Werke von Tartini, Scarlatti, Sarasate, Paganini und Vieuxtemps. Der Pianist Lothar Freund, mit dem Gorbatschow seit acht Jahren gemeinsam auftritt, (bis zu einhundert Konzerte geben die beiden jährlich weltweit) erwies sich als genialer Klavierbegleiter, er moderierte zudem das Konzert und, angereichert durch kleine Musikbeispiele des Moskauers, „unterwies“ das Publikum so nebenbei in einer Art „Crash-Kurs“ auf dem russischen Instrument. Humorvolle Anmerkungen erheiterten die Zuhörer und er bereicherte das Programm auch mit Gedichten von bekannten russischen Schriftstellern. Dass ein Balalaika-Interpret an einem Kammermusikabend keine Volksmusik machen, sondern eine klassische Veredelung volkstümlicher Weisen bieten würde, war zu erwarten, ebenso eine professionelle Fingerfertigkeit. Doch was der „Meister der Balalaika“ aus Moskau auf seinem dreisaitigen Saiteninstrument hervorbrachte, hätte wohl kaum jemand für möglich gehalten. Es war ein unvergleichliches musikalisches Ereignis.
BIG DADDY WILSON & DOC FOZZ
KulturMIX im LaLi 27. März 2009 Überzeugend echt und mit gewaltiger Bühnenpräsenz servierte das international agierende Duo Wilson Blount und Wolfgang Feld alias BIG DADDY WILSON & DOC FOZZ seine Lieder, die ihre Zuhörer immer wieder berühren. Diese seit fast fünf Jahren gewachsene Formation bot ein packendes Programm aus überwiegend eigenem Material, das mittlerweile auch auf vier CDs festgehalten wurde. Das Duo bezieht Einflüsse aus einem breiten stilistischen Spektrum und verschmilzt Elemente aus Soul, Folk, Blues und Gospel zu einem überzeugenden eigenen Klangbild. Mit seinem schwarzen, kraftvollen und zugleich warmen und gefühlvollen Gesang hatte Big Daddy Wilson auch an diesem Abend die volle Aufmerksamkeit des Publikums. Seine Stimme hat eine wunderbare Klangfarbe, er unterstützt selbst seinen Gesang rhythmisch auf Congas, Cajon, Schlagzeug und Waschbrett. Sein Partner Wolfgang Feld unterstreicht diesen Vortrag genial mit virtuosem Gitarrenspiel. Eine besondere Bereicherung des Programms war der Hamburger Top-Bluespianist Jan Fischer, „Spezial Guest“ des Abends und musikalischer Verbündeter von Big Daddy Wilson & Doc Fozz. Er vervollständigte das Programm leidenschaftlich mit dem ihm eigenen Stil. Was diese drei „Ausnahmemusiker“ an Spielarten zu bieten hatten, ergab ein vielfarbiges Spektrum, das dem teils tanzenden und mitklatschenden Publikum viel mehr bot als ein übliches Konzert dieser Stilrichtungen. Mit tosendem Applaus und begeisterten Pfiffen wurden die Künstler immer wieder gefeiert, am Ende waren großzügige Zugaben die Folge. Dieses Trio hier in Langenhorn auf der Bühne inmitten der begeisterten Zuhörer zu sehen und zu hören, war ein besonderes Erlebnis.
Die Bert Engel Show! Kabarett und Entertainment mit Menschen und Puppen 27. Februar 2009 Als „Geniestreich“ von der Presse gelobt ist die „Die Bert Engel Show“ ein „Theatererlebnis angenehmster Sorte“. Detlef Wutschik und Matthias Brodowy präsentierten bei KulturMIX im LaLi eine einzigartige Kabarettrevue mit Menschen und Puppen. Star des Abends war Bert Engel (Jg. 1912), die „schillerndste Figur des internationalen Showbiz“. Hauptverantwortlich für Bert Engels mal altersbedingt recht starren, mal erstaunlich jugendlichen Bewegungsabläufe (auch mit nun bald 100 Lebensjahren hatte er das Steppen noch nicht verlernt) war Puppenspieler Detlef Wutschik, der die lebensgroße, sehr lebendige Puppe als agilen Greis mit liebevoller Detailliertheit zu tragikkomischem Leben erweckte und mit fast unsichtbarer Hand führte. Ihm zur Seite stand und saß Matthias Brodowy am Klavier und mimte Bert Engels Entertainment-Azubi. Bert Engels legendäre Shows sind immer überraschend. Niemand weiß vorher genau, was passieren wird – nicht einmal er selbst. Diesmal waren u. a. ein schwedischer Schlangenbeschwörer, der Magier Fauxpas und das Original Rat Pack mit von der Partie, außerdem Werner Momsen - Hamburger Jung mit unverwechselbaren Slang und - etwas makaber in einer Urne, die auf alles pfeifende Ilse Werner. Unvorhersehbare Unterbrechungen werden in den Shows immer mal erforderlich, wenn der Schrittmacher Engels wegen Überforderung auf Hochtouren läuft und zu versagen droht oder sein Katheter nicht richtig sitzt - dann muss Matthias Brodowy sein Talent unter Beweis stellen und improvisieren. Bert Engel wurde angeblich geboren, als der Eisberg die "Titanic" rammte, begann seine beispiellose Karriere als Schiffsjunge mit Taschenspielertricks und war sein Leben lang als Abendunterhalter auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs. Nun, als 94-Jähriger, lässt der erfahrene Entertainer in dieser Show sein Leben Revue passieren und verabschiedete sich von seinem bisherigen Leben. Puppenspieler Detlef Wutschik und Kabarettist Matthias Brodowy machten anspruchsvolles, unterhaltsames Puppenspiel auch mit sehr ernsten Passagen. Zwei unterschiedliche Genres wurden miteinander verknüpft - eine Mischung aus Kabarett und Puppenspiel, gewürzt mit guter Musik. Eine gute Zusammenarbeit mit gutem Ergebnis.
Platt Pläseer & Ragtime Rudi Sonderveranstaltung „Ein Herz für KulturMIX “ am 16. Januar 2009 Im Januar war es wieder soweit: Der Verein KulturMIX in Langenhorn e.V. feierte seinen 2. Geburtstag und hatte zu diesem Anlass seine Fördermitglieder und Sponsoren wieder zu einer Abendveranstaltung eingeladen, um ihnen für ihre Hilfe und finanzielle Unterstützung zu danken.
Für die Freunde der plattdeutschen Sprache ist Hermann Bärthel natürlich kein Unbekannter. Seine Auftritte im Rundfunk und in der Öffentlichkeit wie auch seine Publikationen haben ihn längst populär gemacht. Er ist ein aufmerksamer Beobachter seiner Mitmenschen, aus dessen Umfeld er den Stoff für seine heiter-ironischen, manchmal grotesken doch auch nachdenklichen Geschichten und Erzählungen bezieht. Es sind oftmals Kleinigkeiten, mit denen er sich auf seine Weise auseinandersetzt. Seine Erzählungen sind voller Ironie, die der Humor der plattdeutschen Sprache unterstützt. Hermann Bärthel verstand es an diesem Abend, seine aufmerksamen Zuhörer mit seinen Geschichten ganz für sich zu gewinnen. Seine sparsam, aber wirkungsvoll eingesetzte Mimik unterstrich seinen Vortrag, ihm zuzuhören war ein pures Vergnügen. Zwischendurch sang und spielte sich Ragtime-Rudi auf Posaune, Sopransaxophon und „Lotosflöte“ herrlich jazzig durch die Schlager und Chansons der Dreißiger Jahre, dazu klang fetzig Ragtime Rosis Arrangement per Halfplayback.
Ein
fideles Trio.
Zum Abschluss gab es sozusagen als Zugabe für das begeisterte Publikum von Hermann Bärthel einen "multifunktionalen Wiehnachtsriemel“ mit auf den Weg, damit es am nächsten Weihnachtsabend, der ja jedes Jahr immer so überraschend und plötzlich kommt, schon mal was in petto hat: "Der Osterhas, der Osterhas, der hoppelt durch das grüne Gras. Und hoppelt er so weiter, dann wird er wohl nur Zweiter. Und Erster wird der Weihnachtsmann, weil der ja ohne Eier hoppeln kann...."
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